Mut, Selbstbehauptung und die eigene Wahrheit

Nachhaltiger Eindruck

Heute ließ ich Youtube im Autoplay nebenher laufen, ich hatte gerade die Hände nicht frei, um es anzuhalten.

Nach einer Weile wurde ein Video einer Astrologin ausgespielt, die verkündete, dass die Widdersaison beginnt.

Sie sprach über die Eigenschaften vom Widder und fragte dann, wie wir zu Widdern stehen und ob wir gut mit ihnen können oder eher nicht.

Sofort fiel mir mein Chef aus meiner ersten Festanstellung ein. Lustig, dass ich heute noch weiß, welches Sternzeichen er hat (es ist fast 30 Jahre her!) und lustig ist auch, dass ich es überhaupt kenne. Ich weiß und wusste es von anderen Chefs danach nämlich nicht.

Aber dieser Mensch hat nachhaltig Eindruck bei mir hinterlassen.

Es war zwar die anstrengendste, aber auch lustige Zeit, die ich je in meinem Arbeitsleben erfahren durfte. Aber nicht in dem Sinne, dass dieser Mensch einen speziellen Humor hatte oder gut Witze erzählen konnte. Es war die Situationskomik.

Es sind ständig Dinge passiert, über die ich Tränen lachen musste. Er war fünf Jahre mein Chef und ich könnte stundenlang über Erlebnisse aus dieser Zeit erzählen. Danach arbeitete ich 15 Jahre in einer anderen Institution und erlebte nichts auch nur im Ansatz Ähnliches. Schon gar nicht hatte ich so viel zu lachen.

Oftmals dachte ich mir, wäre er nur nie mein Chef gewesen. Denn ich litt danach umso mehr unter Chefs, die illoyal, schwach oder intrigant waren. Oder durch ihre Stellung Macht ausübten. Er selbst hat mit seinen drei Doktor-Titeln die Putzfrau gleich behandelt wie seinen Vorgesetzten.

Nie wieder hatte ich so eine schöne und gesunde Arbeitsatmosphäre.

Hätte ich ihn nicht gekannt, hätte ich nicht gewusst, wie es auch anders gehen kann – mit Menschlichkeit, Respekt, viel Lachen, guten Gesprächen und vor allem der Förderung der Talente der Mitarbeiter.

Das hat er bei mir getan. Zwar habe ich Arbeiten verrichtet, für die ich von der Behörde nicht bezahlt wurde und für mich einen enormen Mehraufwand bedeuteten, aber er vertraute mir, förderte meinen Fähigkeiten und ließ mir freie Hand. Ich durfte Prozesse optimieren und vor allem war er mit mir auf Augenhöhe. Er ließ mich nie spüren, dass ich „unter ihm“ war. Er hörte sich meine Ideen an und gab mir immer das Okay.

Ich durfte selbstständig arbeiten, was meinem Wesen entspricht.

Er wurde von seinen Kollegen dafür beneidet. Unsere Arbeitsatmosphäre suchte ihresgleichen. Ich durfte ihn auch kritisieren, wenn es angebracht war. Er war deswegen nie beleidigt oder böse oder hat den Chef heraushängen lassen.

Und schon gar nicht ist er mir jemals zu nahegetreten. Auch das kenne und erlebte ich schon anders.

Während ich das hier schreibe fallen mir massenhaft lustigste Erinnerungen ein. Wie zum Beispiel: damals gab es diese Heftklammerentferner, die auch Schwiegermutter genannt wurden.

Eines Tages fand ich meine nicht und dachte mir, ich borge mir seine aus. Außerdem hat er auch manchmal die Angewohnheit, sich etwas von mir zu borgen und dann zu behalten. Ich ging also zu ihm und fragte „Haben Sie eine Schwiegermutter?“ Er schaute von seinen Akten auf und sagte: „Nein, meine ist leider schon gestorben.“

Zwar ist das natürlich traurig – aber es ist die Situationskomik, die so lustig war! Wir lachten wegen dieses Missverständnisses aus vollem Herzen!

Er liebte es, wenn meine Kollegin, die sich mit mir das Büro teilte, aber andere Chefs hatte, mit mir lachte. Er liebte unsere Fröhlichkeit. Und wir mochten seine gute Laune.

Ich kann mir auch noch erinnern, wie wir vor Schreck erstarrt sind, als er unangekündigt ins Büro kam (er war auf Urlaub) und wir ungefragt seine HiFi-Anlage benutzt haben. Wir haben unsere eigene Musik mitgenommen und dort eingelegt, die Tür (wir waren das Verbindungszimmer) zu seinem Büro war offen und die Musik auf volle Lautstärke.

Ein anderer Chef wäre ausgerastet. Er aber sagte nur, dass wir kurz leiser machen sollen, er will sich nur etwas holen, dann können wir wieder aufdrehen.

Er hat mir auch viel fürs Leben mitgegeben. Zum Beispiel als mein Vater starb. Das war in einer Zeit, wo er nicht mehr mein Chef war, weil er in Pension ging. Als er davon erfuhr, rief er mich an, redete mir gut zu und sagte, falls es Schwierigkeiten mit dem Notar gibt, hilft er uns (er war Anwalt).

Oder in Situationen, die herausfordernd waren, riet er mir, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, sondern zu sagen: einen Moment, ich muss mir das erst anschauen, ich rufe zurück. Solche Dinge.

Wir redeten über alles Mögliche. Zum Beispiel sagte ich einmal, vermutlich weil mein Kaffee kalt wurde, weil er irgendetwas von mir brauchte, dass kalter Kaffee zumindest schön macht.

Da erzählte er, dass es nichts mit dem Kaffee selbst zu tun hat, sondern dieser Ausspruch aus einer Zeit kommt (wie etwa Rokoko oder Biedermeier), in der stark gepuderte Gesichter Mode waren. Heißer Kaffeedampf konnte das Make-up verlaufen lassen, während kalter Kaffee dieses Risiko vermied und so die „Schönheit bewahrte“.

Es war eine schöne Zeit. Und auch wenn ich mir oft dachte, es wäre besser gewesen, hätte ich ihn nie als Chef gehabt, bin ich heute zutiefst dankbar, dass er mein Leben so bereichert hat. Und dass ich weiß, DASS es auch anders geht.

Eine alte Wunde zur Heilung bringen

Mut, Selbstbehauptung, die eigene Wahrheit, Heilung

Die YouTube-Astrologin erwähnte dann noch, dass jeder von uns in seinem Horoskop den Widder in einem Planeten hat.

Da wurde ich neugierig und schaute nach.

Ich stellte fest, dass ich Chiron im Widder im 9. Haus habe – ein Hinweis auf eine alte Wunde rund um Mut, Selbstbehauptung und die eigene Wahrheit.

Wow, genau darin lag meine Entwicklung tatsächlich: Schritt für Schritt habe ich gelernt, mutig meiner inneren Stimme zu folgen, mich zu behaupten und meine Wahrheit zu finden – und schließlich auch andere darin zu inspirieren (wie zum Beispiel hier).

Beeindruckend. Hat mich schon überrascht, wie genau das zutrifft, muss ich gestehen.

Darin hat mich auch das Gesichtlesen sehr unterstützt.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie oft ich während meiner Ausbildungen diese augenöffnenden Aha-Moment erlebte, wo ich realisierte, wieso gewisse Dinge in meiner Vergangenheit so geschahen, wie sie es taten.

Wie sich Puzzleteile, nach denen ich lange suchte, plötzlich fügten.

Es fühlte sich wie ein Befreiungsschlag an: alle Stricke, die sich so fest um meinen Körper zurrten und mir verboten, mein Wesen zu leben, lösten sich mit einem Schlag.

Durch Facereading bekam ich die Erlaubnis, ich zu sein zu dürfen. So, wie ich gemeint bin.

Ich weiß, dass es eine Herausforderung ist, sich mit seinen Themen auseinanderzusetzen. Ich feiere jede Frau, die ein Reading bei mir bucht und mir ihre Fotos schickt.

Die mutig und bereit ist, es endlich zu wissen, was sie blockiert.

Denn ich kenne diese gewisse Traurigkeit zu gut, die entsteht, wenn man seine Persönlichkeit nicht leben darf und ungelebte Talente sich wie Sehnsucht anfühlen.

Eine liebe Kundin, die mir ein unglaublich liebes und langes Feedback nach einem Jadefeuer-Reading schrieb, meinte, es war, als hätte ich sie mit einem Zauberstab berührt. Endlich WEISS sie es, was sie ohnehin wusste, aber trotzdem den blinden Fleck nicht sah.

Ich kenne alle Befindlichkeiten und Ängste, die es gibt. Ich verstehe, wie es ist, wenn man immer mehr körperliche Beschwerden bekommt bis zum völligen Zusammenbruch.

Und wie großartig es ist, zu realisieren, dass es nur unsere Seele ist, die uns darauf hinweisen will, dass wir auf dem falschen Weg sind. Und wie es sich anfühlt, den ersten Schritt auf dem richtigen Weg zu gehen.

Zuerst spricht unsere Seele leise, dann immer lauter, bis ihr nichts anderes übrig bleibt, als uns anzuschreien.

Wenn du auch diese Erkenntnisse erleben und ganz klar deinen Weg sehen möchtest, lade ich dich ein, dir von mir mit einem Jadefeuer-Reading oder einem Organ-Reading dabei helfen zu lassen.

Ich freue mich schon darauf! 💕

Jadefeuer
Jadefeuer

Hi, ich bin Marijana und begleite Frauen dabei, ihre wahre Schönheit und ihr Potenzial wiederzuentdecken. Mit Gesichtlesen und Organsprache unterstütze ich sie auf ihrem Weg zu mehr Selbstverständnis und innerer Klarheit.

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